Das Ichbewusstsein wird von zwei weiteren Bewusstseinsaspekten flankiert: Instinkt und Intuition.

„[…] Instinkt und auch Intuition beginnen räumlich gesprochen in den außerhalb unseres Ich-Bewusstseins gelegenen Bereichen des Selbst, kommen aber gleichzeitig und unerwarteter Weise in das Licht des Tagesbewusstseins hervor, obwohl Instinktimpulse und Eingebungen der Intuition vollkommen im Geheimen entstehen. Wenn sie zum Vorschein kommen, sind sie vollständig, und ihr Eintritt in unser Bewusstsein erfolgt plötzlich.“
Philip Goldberg, Die Kraft der Intuition

 

Instinkt, Intellekt und Intuition bilden eine Dreiheit, wobei der Instinkt sozusagen unter die Bewusstseinsschwelle des Ich gesunken ist, der Intellekt den ersten Platz im konditionierten Denken des Durchschnittsmenschen einnimmt und die Intuition über diesen beiden liegt und sich in plötzlichen Erleuchtungen sowie im Erfassen einer Wahrheit bemerkbar macht. Somit ist auch die Intuition der erste Ansatz für das Quantenbewusstsein; denn auch dieses ist wie jede typische intuitive Erfahrung immer von dem Gefühl begleitet, Empfangender und nicht Initiator der Intuition zu sein. Denn Intuitionen kann man nicht selbst „erzeugen“, sondern sie kommen unerwartet von innen heraus und doch genau im richtigen Moment; sie kommen von einem unnennbaren Anderen: wir „produzieren“ sie quasi und sind Intuitionen dennoch gleichzeitig „empfangend ausgeliefert“.
Aurobindo bezeichnet darum die Intuition als das „Erwachen eines supramentalen Bewusstseins“, worüber im Menschen ein „sechster Sinn“ freigesetzt und in Zukunft der Menschheit zu einer völlig normalen Wahrnehmung werden wird. Die Menschen werden über die neuen Bewusstseinsaktivitäten dieses „Quantenbewusstseins“ mit anderen Menschen „telepathisch“ kommunizieren können, und zwar ganz gleich, ob physisch nahe oder fern; denn von da an werden alle im Außen wahrgenommenen Phänomene ihre Unvollständigkeit und Abgetrenntheit vom inneren Zusammenhang verlieren, und man wird erkennen, dass alles unter einem universalen Gesetz steht, weil das Ganze eine ungestörte harmonische Manifestation des Geistes ist. Aurobindo bezeichnet diesen intuitiven „sechsten Sinn“ darum als das einzig wahre Sinnesorgan. „Alle anderen Sinne sind nichts als „äußere Behelfe“, die aber unser mentales Bewusstsein von sich abhängig gemacht haben, indem sie für unser Bewusstsein zu einem ausschließlichen Übertragungsorgan wurden und es so beschränkten“.

Quellen:
Smigelski / Wege zur Erleuchtung zwischen Selbsterkenntnis und Verblendung
Smigelski / Ätherleib und Quantenbewusstsein
Bailey / Ätherleib
Goswami / Das bewusste Universum
Goldberg / Die Kraft der Intuition