Es ist festzustellen, dass die telepathische Wechselwirkung unter Menschen immer mehr zunimmt. Jede Energie ist dem Wesen nach aktive Substanz und das gilt im Besonderen auch für die Telepathie, weil es hierbei immer um eine Verbindung mit dem Bewusstsein anderer Menschen geht; der Funktionsträger dabei muss immer die Liebe sein; denn das Eindringen ins Bewusstsein anderer darf niemals von Ego-Intentionen begleitet werden.

Man wird allerdings die Telepathie erst dann richtig verstehen, wenn man das Wesen der Kraft der Aussendung/Ausfliessens, der Strahlungen und der Energieströme besser erfasst und integriert hat. Weiterhin sollte bedacht werden, dass wir erst dann telepathisch werden können, wenn die betreffenden Chakren bewusst in Gebrauch genommen werden. Das Problem, die telepathische Sensitivität erlernen zu wollen, beruht darauf: welcher von den drei „Körpern“ (des Menschen) am stärksten in Tätigkeit ist; denn nur das lässt erkennen, wo ein Mensch sein subjektives Leben meistens führt und welches Zentrum in der menschlichen Gesamtkonstitution sich am deutlichsten zum Ausdruck bringt bzw. durch welches er am leichtesten mit dem Leben in Kontakt kommt. Gemeint ist damit: Wo die Lebensenergie am stärksten konzentriert ist und sich die Empfangsenergie am meisten manifestiert. Das herauszufinden ist die wichtigste Voraussetzung für telepathische Verbindungen, was nur für eine integrierte Persönlichkeit möglich ist, die gleichzeitig die Fähigkeit hat, sich im Seelenbewusstsein zu konzentrieren. Denkvermögen und Gehirntätigkeit müssen ferner ebenfalls in vollkommende Übereinstimmung gebracht werden. Darum wird diese Arbeit der telepathischen Übermittler im kommenden Neuen Zeitalter die wichtigste sein.

Hinsichtlich der telepathischen Kommunikationen gibt es die folgende unterschiedliche Verbindungen:

  •  Zwischen Seele und eigenem Denkvermögen.
  • Telepathische Verbindungen zwischen Menschen besteht zwischen
  • Solarplexus und Solarplexus (rein emotionell)
  • Denken und Denken
  • Seele und Seele
  • allen diesen Energie-Aspekten gleichzeitig (bei sehr weit Fortgeschrittenen).

Wir unterscheiden drei Arten der Telepathie:

Die Instinktive Telepathie beruht auf jenen Energieimpulsen, die von einem Ätherkörper auf einen anderen einwirken. Solarplexus zu Solarplexus – „Gefühlskörper-Berührung“. Neben dem Solarplexus befindet sich das Organ der Milz, durch dessen Vermittlung das PRANA direkt in den menschlichen Organismus eintreten kann. Diese instinktive Vermittlung auf ätherische Kontakte war die Verständigungsweise der vormenschlichen Populationen und nahm weitgehend die Stelle des Denkens und Sprechens ein. Eine höhere Form dieser instinktiven Telepathie ist uns bis heute noch in dem so häufig gebrauchten Ausdruck „Ich habe das Gefühl“ erhalten geblieben. Diese Art Telepathie ist die Verbindung von Solarplexus zu Solarplexus (Nabel-Chakra).

Diese Art telepathischer Verbindung ist ganz klar ein Kennzeichen des tierischen Körpers im Menschen; Beispiel: Telepathische Verbindung zwischen Mutter und Kind. Auch Medien unterliegen nur diesen telepathischen Verbindungen. Solche Verbindungen (z.B. bei Seancen) werden hochintelligenten und mental polarisierten Menschen nicht wirkliche Botschaften übermitteln können.

Die mentale Telepathie. Im Laufe der Zeit wird diese Form immer mehr an Bedeutung gewinnen. In dieser Übergangsperiode ist es aber noch sehr schwierig, beide Telepathiearten auseinander zu halten. Innerhalb einer Mehrheit der Menschen überwiegt jedoch weiterhin die instinktive Telepathie. Bei der mentalen Telepathie ist primär das Kehlzentrum (Hals-Chakra) beteiligt – es kann auch eine geringe Aktivität des Herzzentrums hinzukommen, derzeit ist vor allem noch zu viel Solarplexus vorhanden. So kann eine ausgesendete Botschaft vom Kehlzentrum zwar erfolgen, der Empfänger wird aber wahrscheinlich den Solarplexus benutzen, was dann nicht zu einer Übereinstimmung führen kann und somit die Botschaft falsch oder gar nicht ankommt. Das Kehlzentrum steht auch für das schöpferischen Wirken.

Diese zweite Form telepathischer Verbindung ist die von „Denker zu Denker“. Es handelt sich hierbei nur um mentale Typen, und je mehr die Gefühle hierbei ausgeschaltet werden können, umso genauer wird die Botschaft empfangen. Ist ein intensives Wunsch nach Erfolg dabei oder die Furcht vor dem Misserfolg, so sind alle telepathische Bemühungen nutzlos. Nur Losgelöstheit ist von wirklicher Hilfe – mit anderen Worten ohne Erwartungshaltung.

Die intuitive Telepathie ist die dritte Art. Hier werden die drei Zentren zusammengebracht: Kopf, Kehle und Herz. Nur darüber gehen Eingaben aus höheren Dimensionen. Diese dritte Art telepathischen Wirkens geht von „Seele zu Seele“ – es ist die höchst mögliche Art der Übermittlung von Botschaften. Das ist nur für eine integrierte Persönlichkeit möglich, die gleichzeitig die Fähigkeit hat, sich im Seelenbewusstsein zu konzentrieren. Denkvermögen und Gehirntätigkeit müssen ebenfalls in vollkommende Übereinstimmung gebracht werden.

„Seele zu Seele“ – diese für die Menschheit höchstmögliche Art des telepathischen Wirkens wird beginnen, wenn die Menschen einmal anfangen, als Seele anderen Seelen zu antworten, was nur nach einer Erleuchtung stattfinden kann. Durch das telepathische Wirken zwischen Seele und Denkvermögen den Inhalt des Seelenbewusstseins wahrzunehmen. Das Denken nimmt also wahr, auf welche Ebene die eigene Seele selbst gehört, wenn sie in telepathischer Verbindung mit anderen Seelen steht. Und das ist der wahre Sinn der intuitiven Telepathie. Nur durch diese Verbindung wird das Denken eines empfangenden Menschen mit neuen geistigen Ideen befruchtet. Leider bleibt diese mentale Empfindungsfähigkeit und Verbundenheit zwischen Seele und Denkvermögen noch eine lange Zeit ziemlich unzulänglich auf der Mentalebene, wodurch das, was empfangen wird, zu vage oder zu abstrakt bleibt, um formuliert zu werden. In einem weiteren Stadium bleibt zwar das Denkvermögen noch Empfänger der von der Seele kommenden Einflüsse, wird aber auch direkt selbst zu einer „Vermittlerstelle“ bzw. einem Übermittler eines fertige Gedanken zum Gehirn eines anderen.

Diese verschiedenen Formen telepathischen Wirkens zwischen aussendenden und empfangenden Bewusstseinsbereichen kann man auch noch auf eine andere Art betrachten:

  1. Solarplexus zu Solarplexus: geht über Fühlen, während kein oder kaum ein Gedanke daran beteiligt ist – es betrifft die Emotionen (Furcht, Hass, Widerwille, Begierde etc., es geht instinktiv und unterhalb des Zwerchfells vor sich).
  2. Denkvermögen zu Denkvermögen – dieses wird allmählich möglich, und zu dieser Art von Verständigung sind weit mehr Menschen fähig, als man jetzt annehmen mag. So wissen die Menschen heute oft nicht, woher die verschiedenen mentalen Eindrücke kommen.
  3. Von Herz zu Herz – diese Art von Einwirkung ist die höhere Stufe jener „Gefühlsreaktion“, die auf einer tieferen Stufe der Evolution im Solarplexus wahrgenommen wird. Es geht dabei nicht mehr um „persönliche Belange“, sondern es ist einfach das Bewusstsein der Barmherzigkeit mit der Welt und um das Mitleiden am Leiden.

Darum ist es von großer Bedeutung herauszufinden, welches Zentrum bei einem Menschen das bestimmende ist. Das herauszufinden ist eine wichtige Voraussetzung für telepathische Verbindungen. Jedoch ist die eigentliche Voraussetzung – besser gesagt der Schlüssel – dafür alleine die Liebe und hiermit sind nicht Empfindung oder Gefühle gemeint.

Quellen:
Anonymos / Telepathie – Kommunikation der Zukunft
Bailey / Telepathie