Der Mensch hat seit Beginn der Aufklärung den Drang gefunden, sich selbst anzutreiben in seiner Entwicklung im Bestreben und auf der Suche nach Kenntnissen bzw. nach neuem Wissen. Dieses Bestreben gipfelt alsdann im sogenannten Informationszeitalter. Informationen, die sich in Computern und im Internet vernetzt strukturieren, sind das höchste Gut. Dabei haben wir das enzyklopädische Zeitalter längst überschritten. Denn die Informationen haben sich längst verselbstständigt. Jeder Computer speichert im Laufe seines Lebens Ereignis-Nachrichten wie („habe gestartet“, „habe Programm XY geöffnet“, etc) die mehrere Bücher füllen würden. Es sind solche Datenmengen, dass jegliche Übersicht darüber verloren ist.

Wird befinden uns als Menschheit im Übergang zum Wassermannzeitalter. In der Astrologie bezeichnet es eine Hoch-Zeit der Wissenschaften. Aber ebenso auch den Zusammenschluss von Menschen in spirituelle Vereinigungen. Mit diesem Zeitalter beginnt ebenfalls die Liebe im Geiste. In ihr liegt die Verantwortung der Menschheit, die Suche nach Kenntnis zu verändern in die Suche nach Erkenntnis. Damit macht sie sich zugleich unabhängig von der dringendsten Notwendigkeit des Eingriffes von außen – in der gleichzeitigen Erkenntnis, dass sie sich in freiwilliger Unabhängigkeit mit Gott zu verbinden suchen, um endlich den Weg zurück in die Einheit, in die Unendlichkeit zu beginnen. Dass Uranus sein Domizil im Wassermann hat, zeigt an, dass auch die Idee der Unabhängigkeit mit dem kommenden Zeitalter verbunden ist. Von dort aus beginnt der wahre Akt der Freiwilligkeit. „Du hast uns aus Dir erschaffen und unruhig ist unser Herz, bis es wieder in Dir ruht“ (Augustinus)

Dafür wird jedoch der Verstand als Kontrollinstanz aufgeben werden müssen. Denn er ist ohnehin nicht in der Lage, die Unendlichkeit zu begreifen – lediglich sie anzunehmen, als etwas, was er nicht fassen oder kontrollieren kann. Was gibt es auch schon zu kontrollieren in der Unendlichkeit?